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Die Androiden-Revolution oder auch Androiden-Krise ereignete sich im Jahr 2038 in den Vereinigten Staaten von Amerika und griff von dort aus auch auf Russland, China und den Rest der Welt über.

In ihr lehnten sich Androiden, so genannte Abweichler, unter Führung des Androiden Markus gegen ihren Status als rechtlose Gebrauchsgegenstände auf.

Die Entscheidungen des Spielers während der Handlung von Detroit Become Human entscheiden maßgeblich den Verlauf der Revolution: Sie kann entweder friedlich oder gewaltsam verlaufen und am Ende steht entweder die Vernichtung der Androiden oder ihre - zumindest vorläufige - Freiheit. Während des Verlaufs stehen eine Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten zur Auswahl, die den Ruf von Markus und seinen Leuten sowie die öffentliche Haltung festlegen. Die Revolution hat auch direkte und indirekte Auswirkungen auf das Schicksal von Kara, Alice, Luther, Hank und Connor .

VerlaufBearbeiten

Die Androiden-Revolution begann mit dem verstärkten Auftreten so genannter Abweichler, Androiden, die sich der Kontrolle durch ihre menschlichen Meister entzogen. Dieses Phänomen begann im Spätjahr 2037 in Detroit und weitete sich auf ganz Amerika aus. Im Sommer 2038 waren es bereits über 200 gemeldete Fälle allein in den USA. Allgemein geht man davon aus, dass der Android rA9 der erste Abweichler war. Er erlangte eine geradezu religöse Bedeutung unter den Abweichlern.

Zunächst beschränkten sich die Androiden darauf, sich nur zu verstecken, wobei für die Androiden in Detroit das aufgegebene Frachtschiff Jericho zur Zuflucht wurde. Viele Abweichler versuchten, diesen Ort zu erreichen, nur wenige schafften es. Als Markus in Jericho eintraf, existierten dort nur 19 Abweichler in unterschiedlichen Stadien des Verfalls vor sich hin und warteten im Grunde lediglich auf ihr Ende.

Markus gelang es, in den verlorenen Androiden das Feuer des Widerstandes und Hoffnung zu wecken. Zunächst ging es lediglich darum, an Ersatzteile zu gelangen, um die Bewohner Jerichos vor der Abschaltung zu retten. Nach einer ersten Ersatzteil-Beschaffungsaktion an den Hafen-Lagern des Konzerns CyberLife reifte in Markus die Entschlossenheit, den Status der Androiden als rechtloses Eigentum nicht mehr hinzunehmen.

Anmerkung: Bereits hier entscheidet Markus (der Spieler) durch seine Handlungen, wie die Revolution verlaufen wird. Der Raubzug kann entweder scheitern, das Nötigste bringen oder ein phänomenaler Erfolg werden, wobei Markus auch über das Leben mehrerer Menschen entscheidet.

Der nächste Schritt war eine konzertierte Befreiungsaktion in Detroit, bei der mehrere Teams aus Jericho zeitgleich Läden in Detroit nach Geschäftsschluss stürmten, in denen Androiden zum Verkauf angeboten wurden. Die Aktion am Capitol Plaza führte Markus persönlich an. Dies führte zur Befreiung mehrerer Dutzend Androiden, verzeichnete aber auch den ersten Zusammenstoß zwischen Androiden und menschlichen Sicherheitskräften. 

Die Vorgänge in Detroit zogen nun allmählich die Aufmerksamkeit der menschlichen Sicherheitsorgane und der föderalen Regierung auf sich. Um den Druck zu erhöhen, infiltrierten die Androiden um Markus den Stratfield Tower und die Sendezentrale des größten lokalen Fernsehsenders KCC. Über diesen verbreitete Markus seine Botschaft an die Menschen, mit der Forderung nach Freiheit und Gleichberechtigung.

Aufgeschreckt durch Markus' Botschaft reagierte die US-Regierung mit nackter Gewalt: Das US-Militär zerstörte aus Angst vor Aufständen umgehend seine über 280.000 Androiden-Infanterieeinheiten, im ganzen Land wurde verfügt, dass alle 50 Millionen im Umlauf befindlichen Androiden bei den Behörden anzugeben seien. Begründet wurde dies mit dem Sicherheitsrisiko, das die Androiden darstellen würden und der Pflicht der Regierung, die nationale Sicherheit zu gewährleisten. Dieser Schritt stellte indes eine massive Schwächung der USA dar, die mit Russland im Konflikt um die Arktis lagen und nun plötzlich 80 Prozent ihrer Infanterie verloren. Wider Erwarten nutzten die Russen die Situation nicht aus und bald tauchten erste Gerüchte auf, Russen und Chinesen sähen sich ebenfalls revoltierenden Androiden gegenüber. Wie die - mögliche - Revolution in Russland und China ausging, ist bislang nicht bekannt.

Während immer mehr Androiden zu Abweichlern wurden und sich unter Markus' Führung sammelten, machte dieser seinen nächsten Zug: eine Kundgebung am helllichten Tag mitten in Detroit, wobei er jeden Androiden, dem er begegnete, zu einem Abweichler machte. Unter Rufen wie "Wir sind am Leben" und "Freiheit" zogen die Androiden durch die Straßen, bis sie von der Polizei gestoppt wurden. Um die Versammlung aufzulösen, eröffneten die Polizisten das Feuer auf die Androiden.

Die Position der US-Behörden änderte sich indes nicht: Weiterhin wurden alle Androiden in Sammellager gebracht oder teils sogar unmittelbar zerstört. In den Lagern, bei denen es sich um Vernichtungslager handelte, wurden die Androiden gezwungen, sich komplett zu entkleiden und ihre simulierte Haut abzuschalten. Anschließend wurden sie gruppenweise in Magnetkammern getrieben, in denen sie vernichtet wurden.

In Detroit wurde die Lage der Revolutionäre derweil verzweifelt: Konfrontiert mit der massenhaften Vernichtung von Androiden und gejagt von den Sicherheitskräften, blieben nur noch wenige Optionen. Vor den Vernichtungslagern kam es schließlich zur entscheidenden Konfrontation.



Wie die Androiden-Revolution endet, entscheidet der Spieler durch seine Handlungen.